Verkehr

Saubere und bezahlbare Mobilität

Wir brauchen in einem Flächenland wie Niedersachsen und somit vor allem im Emsland und in der Grafschaft Bentheim Mobilitätsangebote für alle, die klimagerecht, nachhaltig und bezahlbar sind. Mobilität ist eine entscheidende Bedingung für gesellschaftliche Teilhabe; zugleich ist der Verkehrssektor zu großen Teilen verantwortlich für den CO2-Ausstoß und die Übernutzung von Ressourcen.

Die Mobilitätswende erfordert einen Paradigmenwechsel und eine Orientierung an den Zielen „Verkehre vermeiden, verlagern und verbessern bzw. vernetzen“. Für die Vermeidung von Verkehr wollen wir unter anderem das dezentrale Arbeiten stärken. Wir wollen Angebote der Daseinsvorsorge vor Ort im ländlichen Raum erhalten und dort, wo sie bereits weggefallen sind, neue innovative fördern. Die Erreichbarkeit lokaler Einzelhandelszentren mit umweltfreundlicher Mobilität und die digitale Infrastruktur müssen verbessert werden.

Wofür setzen wir uns ein:

Eine Verbesserung des Schienennetzes und einen Ausbau des ÖPNV

Infrastruktur darf nicht länger zuerst am Auto ausgerichtet werden. Statt neue Autobahnen und Bundesstraßen zu bauen, muss der umfassende Ausbau der Radinfrastruktur durch neue Landesprogramme und auf kommunaler Ebene forciert werden.

Stillgelegte Bahnstrecken sollen reaktiviert werden, der öffentliche Personennahverkehr in allen Bereichen massiv ausgebaut werden, sowie speziell auch Car- und Bike Sharing Angebote in ländlichen Räumen gefördert werden. Im mittleren Emsland fordern wir deshalb einen optimierten Bahnverkehr mit direkten Verbindungen von Meppen und Lingen via Rheine nach Osnabrück.

Ausbau des Radverkehrs

Denn jeder gefahrene Radkilometer reduziert die Verkehrsdichte, Abgase und Lärm. Mittel für Rad- und Radschnellwege sollen vervielfacht werden und eine Anbindung vom Fahrrad an den öffentlichen Verkehr soll verbessert werden.

Die Berücksichtigung von Umweltaspekten bei Ausbaumaßnahmen

Bei einem geplanten Ausbau oder Erweiterungen von Verkehrswegen sollen bedarfsgerechte, klima- und umweltschonende Lösungen gefunden werden. Wir fordern in diesem konkreten Fall, dass die Bundesstraße B233 zwischen den Anschlussstellen Meppen-Nord und Cloppenburg nicht vierspurig ausgebaut wird. Stattdessen könnte ein weitgehend 3-spuriger Verlauf unter Verwendung der bestehenden Trasse zu einer bedarfsgerechten, klima- und umweltschonenden sowie gleichzeitig verkehrssicheren Lösung führen.

Everhard Hüseman - Verkehr - Die Grünen