Landwirtschaft

Landwirtschaft 2035 – Im Einklang mit Tier und Natur

Unsere Landschaft im Emsland und der Grafschaft Bentheim sind stark von der Landwirtschaft geprägt. Darauf können wir stolz sein! Aber der Klimawandel und unsere Verantwortung für die Generation unserer Kinder und Enkelkinder drängen uns zu Veränderungen und einem Richtungswechsel. Wir müssen deshalb den Energieeinsatz senken, den Humusanteil in unseren Böden steigern und so CO2 binden. Außerdem müssen wir den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen aus der Landwirtschaft reduzieren.

Wir brauchen vor allem eine Landwirtschaft im Einklang mit Natur und Tier und somit eine Veränderung der Tierhaltung, aber auch eine Umstrukturierung von staatlichen Leistungen. Und nicht zuletzt brauchen wir in Deutschland eine Landwirtschaft, in der Bäuerinnen und Bauern ein gutes Auskommen haben und faire Preise für ihre Produkte erhalten.

Wofür setzen wir uns ein:

Umbau der Tierhaltung zu artgerechter Haltung

Wir setzen und dafür ein, dass Praktiken wie das Kükentöten, Schwanz kupieren bei Schweinen oder Enthornen bei Rindern schnell der Vergangenheit angehören.

Das Tierwohl soll im Zentrum der Landwirtschaft stehen und somit begrüßen wir die Pläne der Borchert Kommission, denn ein Tierwohl-Zuschuss ermöglicht die Investition in beispielsweise Stallumbauten. Die sogenannte Borchert-Kommission hat verschiedene Vorschläge dazu gemacht, wie der Umbau der Nutztierhaltung umgesetzt und finanziert werden kann.

Langfristige Verträge geben den Betrieben die nötige Sicherheit. Damit der Borchert Plan durchgeführt werden kann, ist aber auch eine Anpassung des Baurechts nötig: Die Privilegierung für flächengebundene Tierhaltung muss erhalten bleiben, aber die gewerbliche Tierhaltung ist deutlich zu begrenzen.

Eindeutige Produkt-kennzeichnung


Nach dem Vorbild der europäischen Eierkennzeichnung sollte die Herkunft der tierischen Produkte bis zum endverarbeiteten Produkt deutlich erkennbar gemacht werden. Wir setzen uns deshalb auch dafür ein, dass die Werbebilder auf Verpackungen wahrheitsgetreu sind.

Ökologischer Landbau

Der ökologische Landbau ist unsere Zielvorstellung und deshalb fordern wir eine Bewirtschaftung der Flächen, die durch vielfältige Fruchtfolgen und konsequente Förderung des Humusaufbaus die CO2-Bindung unserer Böden stärkt und damit aktiv zum Klimaschutz beiträgt.

Biogas

Die Förderungen im Biogassektor sind an die Vielfalt der Fruchtfolge zu koppeln, um Fehlanreize zum ausschließlichen Maisanbau zu beenden.

Neuordnung der Europäischen Agrarpolitik

Das Ziel bei der Neuordnung der Europäischen Agrarpolitik sollte sein: Alle öffentlichen Förderungen des Agrarsektors sollen eine einkommensstabilisierende Wirkung für bäuerliche Betriebe haben, müssen aber am Nutzen für Arten-, Trinkwasser- und Klimaschutz gemessen werden.